Die Bergkirche

Die Bergkirche

Die Bergkirche

Die Bekannteste und Wichtigste der insgesamt 8 Kirchen Schässburgs ist mit Sicherheit DIE BERGKIRCHE.

Sie ist auf dem Gipfel des 429 m hohen Schulbergs gelegen und bildet zusammen mit dem Stundturm das Wahrzeichen der Stadt.  

Der Grundriss der Bergkirche zeigt, dass die Längsachsen von Chor, Mittelschiff und Turm nicht in einer Geraden liegen, was darauf schliessen lässt, dass die Kirche wie wir sie heute kennen auf eine aus früherer Zeit bestehende Basilika aufgebaut worden ist. Diese Basilika stammte wohl vom Beginn des 13. Jhdts und war gebaut als kleine Saalkirche mit eingezogener Halbrundapsis.

In der zweiten Bauphase folgt der Bau einer Pfeilerbasilika mit drei Schiffen (ohne Querschiff) und einem mächtigen Westturm. Auf die verstärkten Mauern der Saal- kirche wird hierbei der Chor der Pfeilerbasilika gebaut, wodurch die einzige Krypta Siebenbürgens entsteht. Ca. 1300 wird der Bau fertiggestellt; auch der Westturm stammt aus dieser Zeit. Im Jahr 1345 begonnen, wird ca. 1400 der spätgotische Umbau abgeschlossen.

Der Hauptaltar der Kirche ist der heute sogenannte Schaaser Altar, der eine Not-lösung aus den 30er Jahren ersetzt hat, bestehend aus einer Mensa von 1793, auf der vier aus Lindenblütenholz geschnitzte, vermutlich aus dem Jahr 1630 stammende Figuren standen, Heute stehen diese Figuren jeweils Links und Rechts des Hauptschiffes.

Auch der Reussdorfer Altar, der Martinsaltar und der Meeburger Altar, allesamt in der Kirche ausgestellt, seien hiermit erwähnt. Der Meeburger Altar dürfte auf Grund einer Inschrift von 1513 der älteste Schässburger Altar sein.

Desweiteren verfügt die Kirche über eine schöne Steinkanzel aus dem Jahr 1480, sowie ein Sakramentshäuschen an der Nordwand des Chores (Steinmetzarbeit, um 1500). Erhalten sind auch noch das hölzerne Bildnis des hl. Nikolaus sowie drei aus Holz geschnitzte Wappenschilde der Könige M. Corvinus und Wladislav II, sowie des Woiwoden Stephan Barthory. Das nördliche Chorgestühl ist ein Werk des Schässburger Meisters Johann Reichmuth aus dem Jahr 1523.

Die grosse Glocke aus dem Jahr 1419 musste 1667 aus Sicherheitsgründen umgegossen werden und verrichtete ihren Dienst bis 1767. Ihre heutige Form hat sie aus dem Jahr 1797, als sie (nach zuvor zwei erfolglosen Versuchen) vom Glockengiesser Michael Thallmann neu gegossen wurde. Die beiden anderen Glocken stammen aus der Herrmannstädter Glockengiesserei Fritz Kuntz und wurden 1929 gegossen.

Auf den Strebepfeilern der südlichen und östlichen Fassade stehen vier vermutlich aus dem Jahr 1450 stammende Steinplastiken. Sie zeigen eine sitzende Maria mit Jesuskind und die drei Könige aus dem Morgenland (einer kniend, die anderen beiden stehend).

Am 25.9.1983 feierte man das 500jährige Bestehen der Bergkirche.

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