Der Stundturm

Der Stundturm

Der Stundturm

Das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt ist der STUNDTURM.

Er spiegelt am meisten das Bestreben Schässburgs nach Schutz und Autorität wider. Gebaut in Richtung Sonnenaufgang auf dem inneren Plateau der Burg hatte er die Funktion das Hauptzugang zur Burg zu schützen. Gleichzeitig hatte der Stadtrat und der Bürgermeister im Inneren seinen Sitz, später beinhaltete er das Stadtarchiv. Seine doppelte Funktion zeigt die grosse Sorgfalt die bei seinem Bau verwendet wurde; er ist sowohl mächtig imposant als auch festlich repräsentativ.

Erbaut im 14. Jhdt. hinterlässt der Turm einen sehr pittoreken Eindruck mit seinem doppelten Vorwerk - eine sehr wirkungsvolle Schutzeinrichtung zur Kontrolle des Haupteingangs zur Burg - sowie den Pechnasen, der Wälle ringsum und der Wachtstrasse davor. Diesen Eindruck vervollständigen die 4 kleinen Türmchen die ein besonderes Recht der Stadt symbolisierten: Das Recht der Bestrafung Verurteilter, auch mit dem Tod.

Der Turm besteht aus einem fünfeckigen Grundriss mit fünf Etagen, abgeschlossen duch einen Rundgang im obersten Stockwerk und ein pyramidenförmiges Dach. Seine Gesamthöhe beträgt 64 m, wobei allein das Dach eine Höhe von 34  m besitzt.

Das bei einem Grossbrand am 30. April 1676 vollständig zerstörte Dach wurde im Jahr 1677 von den Meistern Veit Gruber aus Tirol , Philip Bonge aus Salzburg und dem Zimmermann Valentinus wieder hergestellt.

Nach mehreren Reparaturen (1775, 1804) stammt die letzte Instandsetzung aus dem Jahr 1894. Das Dach wurde mit buntlackierten Ziegeln versehen, aus dieser Zeit stammen auch die Inschrift und die beiden Embleme an der zur Stadt hin ausgerichteten Fassade. Die Handschrift des Barock ist deutlich zu sehen, der untere Teil des Daches ist zu seiner Spitze hin unterbrochen durch eine kleine Laternenetage. Die Spitze des Stundturmes bilden zwei Kuppeln in Zwiebelform, beide jeweils getrennt voneinander durch eine kleine Laternenetage.

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