Über die Stadt

Sighisoara

Sighisoara

Die ersten Spuren von Zivilisation gehen zurück bis in die frühe Steinzeit...

Besonderes Augenmerk gilt jedoch der späten Bronzezeit (1700 - 1300 v. Chr.), als sich in dieser Region eine der archäologisch wichtigsten Kulturen Südeuropas bildete, benannt nach dem Ort der ersten und bedeutendsten Entdekkung die „Kultur Schässburg Wietenberg“.

Der ungarische König Geza II. ruft Handwerker, Bauern und Händler der deutschstämmigen Gebiete an der Mosel, am Rhein, Flandern und Luxemburg ins Land, um die Grenzen des Königreiches zu sichern. Als Gegenleistung werden sie mit Privilegien und Selbstverwaltung belohnt. Im Jahre 1191 oder 1198. lassen sich einige deutsche Siedler in Schässburg nieder.

Im Laufe des 14. Jahrhunderts entwickelt sich die Siedlung ungewöhnlich schnell. So wird Schässburg im Jahre 1337 zum Stuhl erhoben. Im Jahre 1367 erhält die Ansiedlung den Rang einer Stadt: „Civitas de Segusvar“ und wird somit zum zweiten politischen Zentrum Siebenbürgens.

Im Jahre 1513 beginnt eine starke Abwanderung der Burgbewohner in die Unterstadt. Daher verbietet der ungarische König Wladislav II strengstens diese Abwanderung mit dem Erlass des Schässburger Burgprivilegiums.Rückkehrende Kaufleute werden verpflichtet ihre Waren nur in der Burg zu verkaufen und werden von der Steuer befreit.

Das Jahrhundert der Kometen: In den Jahren 1531, 1549, 1556, 1558, 1580 sowie 1596 wird von „schröcklichen Kometen“ berichtet. Dieses ist auch das Jahrhundert der Plagen, Krankheiten und grossen Wetterschwankungen

Während der Friedensverhandlungen im Jahre 1605 nehmen Bocskais Truppen unter Balazsi und Bethlen die Stadt hinterlistig ein, mit Hilfe der Truppen des Ali Pascha und des Woiwoden Radu Șerban. Dabei brandschatzen sie die Baier- sowie Mühlgasse.

Im Jahre 1661 kommt Fürst Michael Apafi mit 200 türkischen Reitern und dem Ali Pascha nach Schässburg. Die Stadt muss dem Pascha angesichts der drohenden Verwüstung des ganzen Landes die sogenannte Ali-Pascha-Steuer bezahlen.

Das Jahrhundert der Brände: Zwischen 1650 und 1750 zerstören mindestens 10 Brände die Stadt mehr oder weniger. Diese wird jedoch jedesmal von den tapferen Bürgern wiederaufgebaut. Eine schwere Zeit für Schässburg....

Im Laufe des Jahres 1784 wird durch das Landesgubernium die deutsche Sprache als Amtssprache eingeführt. Schässburg und andere Städte werden zur freien Stadt erklärt. Die 7 Stühle werden unabhängig vom Magistrat.

Im Febr. 1849 Besetzung der Stadt durch ungarische Revolutionstruppen. Am 31. Juli wird die Revolutionsarmee von General Bem von den Russen geschlagen, vermutl. kommt dabei Bems Adjutant, der ungarische Dichter Petöfi Sandor, um.

Vom Ende des 19. Jhdts bis zum Beginn des 1. Weltkriegs erlebt Schässburg seine Blütezeit. Meister ihres Fachs wie Johannes Brahms und George Enescu geben Konzerte in der Stadt. Kaiser Franz Joseph von Österreich ist zu Besuch, Oskar von Miller plant und baut das neue Elektrizitätswerk und auch der berühmte „Vater der Raketen“ Herrmann Obert lebt damals hier.